Segelanweisung aus dem Jahre 1891

Diese Segelanweisung ist die amtliche Ausgabe vom Oktober 1891 (Auflage aus dem Jahre 1892) und wurde zeitgleich zur Inbetriebnahme der „Befeuerung der Unterems“  herausgegeben. (In der Folgezeit ( 1901 und 1913) gab es noch zwei weitere Segelanweisungen, die hier ebenfalls  gezeigt werden.).
Sie ist 12 Seiten stark und wurde mit einer inliegenden Karte ausgeliefert (siehe unten). Auf der Karte ist der Inhalt des Heftes noch mal in Kurzform aufgedruckt, so dass man zur Not auch auf das Heft verzichten konnte.
In der Karte sind neben den an der Unteremsbefeuerung beteiligten Leuchttürmen Borkum Leitfeuer, Borkum Quermarkenfeuer, Leuchtbake Fischerbalje,  Leuchtbake Binnen-Ranzel, Pilsumer Leitfeuer, Campener Leitfeuer, Watumer Leitfeuer (Holland),  Delfzyler Leitfeuer (Holland) und dem Leuchtfeuer Knock alle weiteren zur Orientierung eingesetzten Bojen mit Kennung und weitere Seezeichen eingezeichnet.


Wenn man sich den gerade im letzten Teilstück sehr verzwickten Kurs ansieht (in der Karte gelb eingezeichnet), kann man sich vorstellen, welche seefahrerischen Fähigkeiten vorausgesetzt wurden, Nachts bei Wind und Wetter nach Emden zu SEGELN. Wer schon mal bei heftigem Seegang am Tag in diesem Bereich der Nordsee gesegelt ist, wird sicher den Hut ziehen vor dieser Leistung, um so mehr, da es sich teilweise um schwer beladene Lastensegler handelte.

Damit man die Segelanweisung  auch gut lesen kann, ist sie in relativ guter Qualität auf einer extra Seite online gestellt worden. Allerdings sind die acht Bilddateien mit jeweils etwa 150k recht groß.
Die Gesamtkarte und den Kartenausschnitt sind  auch in großer Auflösung online.
( hier klicken für die Gesamtkarte 530khier klicken für die Ausschnittskarte 700k).

Quelle: Bibliothek der Ostfriesischen Landschaft, Aurich

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Abb. oben: Die in der Segelanweisung inliegende Karte mit einer aufgedruckten Kurzfassung des Heftinhaltes 
Abb. unten: Ausschnitt der Karte mit dem gelb eingezeichnetem Kurs, der im letzten Teilstück recht verzwickt und schwer zu segeln ist.
Die Karte sieht auf den ersten Blick sehr verwirrend aus, da alle Sektoren der beteiligten Leuchttürme eingezeichnet sind und sich überlappen. Betrachtet man aber nur die Sektoren, die von einem Leuchtturm ausgehen, erkennt man recht deutlich die einzelnen Bereiche und auch die entsprechenden Kennungen.

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